Informationen für Eltern und Schüler

Sehr geehrte Eltern,

liebe Schülerinnen und Schüler.

Der Senator für Bildung und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg, Ties Rabe, hat bekannt gegeben, dass die Schulen in Hamburg mindestens bis zum 19. 04. 2020 geschlossen bleiben. Nach der heutigen Sitzung des Senats wird diese Schließung bis zum 26. April verlängert. Ab dem 27. April sollen dann der 9. und 10. Jahrgang unter strengen Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen mit dem Unterricht beginnen. Ab der Kalenderwoche 19 kommt der Jahrgang 12 hinzu. Die Klassen werden geteilt, so dass sich maximal 14 Personen in einem Raum befinden werden. Insofern muss eine Art „Schichtbetrieb“ eingeführt werden. Über einen Elternbrief ( Brief Orga Schulstart) informieren wir Sie über den Unterricht Ihres Kindes sowie über die Sicherheits- und Hygieneregeln (Sicherheits- und Hygieneregeln).  Für die Lerngruppen wird der Unterricht in der Schule auf die Hälfte der Unterrichtsstunden reduziert, die andere Hälfte findet weiterhin als Fernunterricht statt. In den Jahrgängen 9 und 10 werden die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik mit mindestens je drei Wochenstunden unterrichtet.

Das Hygienekonzept berücksichtigt den Wunsch der schulischen Gremien, einen Mund-Nasenschutz zu tragen, der selbst mitgebracht werden muss. Die Schulleitung schließt sich diesem Wunsch an und unterstützt die dringende Empfehlung, diesem Wunsch nachzukommen. Wir bitte Sie daher dafür zu sorgen, dass Ihr Kind diese Schutzmaßnahme mitbringt und Sie erläutern, warum es wichtig ist, diesen Schutz zu tragen.

Der Wiederbeginn des Unterrichts ändert nichts am Ablauf des Abiturs bzw. der MSA-Prüfungen. Die ESA-Prüfungen sind durch die BSB für viele um eine Jahr verschoben worden. Über die von der BSB bestimmten Ausnahmen für die Teilnahme an einer ESA-Prüfung informieren wir in einem Elternbrief.

Auf der Sitzung (25. 03. 20) der Kultusminister ist für das schriftliche Abitur folgendes beschlossen worden:

Die Kultusministerkonferenz bestärkt ihren Beschluss vom 12. März 2020, wonach die Länder die erreichten Abschlüsse des Schuljahres 2019/20 auf der Basis gemeinsamer Regelungen gegenseitig anerkennen werden.

  1. Sie betont, dass alle Schülerinnen und Schüler keine Nachteile aus der jetzigen Ausnahmesituation haben werden und dass sie noch in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben können.
  2. Die Prüfungen, insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen, finden zum geplanten bzw. zu einem Nachholtermin bis Ende des Schuljahres statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist. Schülerinnen und Schüler müssen eine ausreichende Zeit zur Vorbereitung erhalten. Die Prüfungen können auch in geschlossenen Schulen stattfinden, sofern es keine entgegenstehenden Landesregelungen gibt.
  3. Die Länder können ausnahmsweise auf zentrale Elemente aus dem Abituraufgabenpool verzichten und diese durch dezentrale Elemente ersetzen.
  4. Zum heutigen Zeitpunkt stellen die Länder fest, dass eine Absage von Prüfungen nicht notwendig ist. Die Länder stimmen sich eng in der KMK über das weitere Vorgehen ab.

Die Schulbehörde hat jetzt festgelegt, dass das schriftliche Abitur am 21. 04. 20, zeitgleich mit Schleswig-Holstein, beginnen wird. Unsere Tutorinnen und Toren werden mit allen Abiturientinnen und Abiturienten in Kontakt treten und über die veränderten Zeitpläne informieren.  Wir werden die dafür notwendigen Vorbereitungen treffen, die Gruppen von SuS, die sich in einem Raum aufhalten, auf ein Minimum beschränken, alle notwenigen Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen umsetzen und peinlich darauf achten, dass sie auch eingehalten werden.

Auch die schriftlichen ESA-Prüfungen (s.o.) und MSA-Prüfungen werden stattfinden. Die Termine bleiben wie bisher festgelegt.  Die mündlichen Prüfungen haben wir jetzt auf den Zeitraum vom 29. Mai bis zum 08. Juni gelegt.

Die Verlängerung der Schulschließung stellt uns alle vor neue Herausforderungen. Wir sind weiterhin bemüht und nach den Erfahrungen der letzten Tage und Wochen auch zuversichtlich, unseren Schülerinnen und Schülern eine gute Materiallage und anregende Aufgaben anzubieten, um die unterrichtsfreie Zeit sinnvoll zu nutzen. Die Klassenleitungen werden sich bei Ihnen melden und detaillierte Arbeitsaufträge für die kommende Woche übermitteln. Dabei werden wir auf ein klares Vorgehen, eindeutige Arbeitsanweisungen und auch Zeitangaben achten. Teilweise werden die Kolleginnen und Kollegen, soweit es ihnen möglich ist, Webinare anbieten. Zudem arbeiten wir an einem sicheren Weg, wie Materialien, die in der Schule liegen, an Ihre Kinder weitergegeben werden können. Die Kommunikationsplattform Eduport, die von der BSB gestellt wird und die wir nutzen müssen, ist seit Tagen sehr unzuverlässig. Daher kann es sein, dass Kolleginnen und Kollegen nicht an ihre Mails herankommen oder aber auch keine Mails senden können. Wir bitte um Nachsicht und hoffen, dass die BSB dieses Problem irgendwann in den Griff bekommt.

Aber auch für Sie stellt diese Zeit eine große Herausforderung dar. Vor allem ist es wichtig, dass Sie die Geduld nicht verlieren. Für ihre Kinder ist es nämlich eine sehr anstrengende Zeit. Sie sind es nicht gewohnt, über so einen langen Zeitraum eigenständig Themen zu erarbeiten. Für die Jüngeren ist es wichtig, dass auch Sie als Eltern ihnen eine gewisse Struktur geben – klare Lernzeiten, Pausen, Bewegungsmöglichkeiten. Aber bitte haben Sie bei den etwas älteren Kindern auch ein wenig Vertrauen, dass diese Ihre Lernzeit  selber einteilen können.

Bitte überfordern Sie Ihre Kinder nicht: Wenn ihr Kind auf maximal vier Stunden reine Lernzeit pro Tag kommt, ist dies für jüngere Kinder schon sehr viel. Orientieren Sie sich nicht an den  Unterrichtsstunden pro Woche, denn dort gibt es in den Stunden abwechselnde Phasen und Sozialformen mit kurzen Pausen.

Geben Sie uns Lehrkräfte daher unbedingt eine Rückmeldung, wenn das Arbeitspensum zu hoch ist und bauen Sie bitte keinen Druck auf: Zeitliche Vereinbarungen sollen helfen, den Tag und das Lernen zu strukturieren. Sie dienen nicht dazu, einen Abgabedruck aufzubauen.

Sorgen Sie bitte für eine möglichst gute Arbeitsatmosphäre mit wenig Ablenkung. Mir ist bewusst, dass dies unter den momentanen Bedingungen mit evtl. mehreren Geschwistern, Homeoffice etc. sehr schwer umsetzbar ist.

Legen Sie bitte, insbesondere bei den jüngeren Kindern, regelmäßige Arbeitsphasen und Pausen fest.

Nachfolgend bieten wir hilfreiche Lernportale an, über die Übungen, etc. gemacht werden können:

Diese Liste wird täglich erweitert.

Liebe Schülerinnen und Schüler, ihr erhaltet über eure Klassenleitung per Mail Aufgaben, die aus allen Fächern kommen werden. Falls eure Klassenleitung noch keine Mailadresse von euch haben sollte oder ihr eure Adresse geändert habt, dann sendet doch bitte die Adresse per Mail an eurer Klassenleitung (Vorname.Nachname@iss.hamburg.de). Bei Rückfragen wegen der erteilten Arbeitsaufträge wendet euch bitte dann an die Fachlehrer. Eine Liste der Emailadressen findet ihr hier. Emailadressen des Kollegiums der ISS 2019/20  Momentan ist das Mailsystem unseres Portals Eduport sehr überlastet und die Kolleginnen und Kollegen kommen nur sporadisch an die versendeten Mails. Es ist zu befürchten, dass dieser Zustand noch einige Tage anhalten wird. Habt daher bitte ein wenig Geduld, falls ihr nicht sofort eine Antwort auf eure Fragen erhalten solltet.

Die Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 11 bis 13 wenden sich bitte direkt über die Dienstmailadresse (s.o.) an Ihre Kurslehrer.

Alle Essenbestellung für den Zeitraum von 16. 03. bis zum 17. 04. 20 wurden automatisch storniert.

Alle schulischen Veranstaltungen der Irena Sendler Schule bis Ende April müssen leider abgesagt werden . Dies betrifft u.a. die den Boys‘ und Girls‘ Day, die Theateraufführungen und den Informationsabend des 6. Jahrgangs über die WP-Kurse. Leider sind auch alle Klassenreisen und Schüleraustausche ins Ausland für das gesamte restliche Schuljahr verboten worden.

Sollten Sie / Solltet ihr Fragen haben, können Sie / könnt ihr in der Zeit von 8.00 bis 15.00 Uhr unter der Telefonnummer 4288 693 81 anrufen.

Wir möchten auf diesem Weg noch einmal darauf hinweisen, dass die Notbetreuung nur im absoluten Notfall in Anspruch genommen werden sollte. Bitte beachten Sie, dass die Freie und Hansestadt Hamburg mit sofortiger Wirkung auch ganz Österreich und die Schweiz als Risikoländer einstuft und dementsprechend niemand das Schulgelände betreten darf, der in den letzten 14 Tagen in diesen Ländern war. Darüber hinaus gelten die veröffentlichten Bestimmungen.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Greite

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