Übergabe des deutsch-polnischen Geschichtsbuches in der ISS

Ein weiterer Schritt…

Übergabe des gemeinsam entwickelten deutsch-polnischen Geschichtsbuches bedeutet eine weitere Annährung an unseren östlichen Nachbarn und setzt ein wichtiges Zeichen!

Am 11. November dieses Jahres jährt sich der 100. Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit der Republik Polens. Wie passend, dass in diesem Jahr der 2. Band der auf fünf Bände angelegten Reihe eines von polnischen und deutschen Historikern in Zusammenarbeit mit Schulbuchverlagen beider Länder und weiterer Partner wie der Landeszentrale für politische Bildung entwickelten Geschichtsbuch-Reihe erschien. Diese Reihe hat die Aufgabe die beiden immer noch unterschiedlichen Narrative der gemeinsamen Geschichte in einem Werk zusammen und gegenüber zu stellen. (Narrative sind identitätsstiftende Interpretationen von historischen Ereignissen.)

Dieses neue Geschichtsbuch wurde der Hamburger Schulöffentlichkeit in einem feierlichen Festakt symbolisch von Herrn Senator Rabe am 24. Oktober an der Irena-Sendler-Schule übergeben. Eingeladen waren die Lehrerinnen und Lehrer (der Irena Sendler Schule, aber auch zahlreicher weiterer Schulen mit Projekten und Verbindungen nach Polen), Eltern, Politiker, Ehemalige, Nachbarn und Kooperationspartner der Schule. Außerdem waren eine Austauschgruppe der Partnerschule aus Warschau sowie deren Gastgeber dabei.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter, Herrn Dr. Greite, der in seiner Rede die Verbundenheit der Irena Sendler Schule mit den polnischen Partnerschulen über die Namesgeberin der Schule hinaus darstellte und auf die Veränderung der politischen Koordinatensysteme in Europa nach Ende des Kalten Krieges verwies, wies Herr Senator Rabe, der die Schule in der jüngeren Vergangenheit bei Grundsteinlegung und Einweihung der neuen Gebäude mehrfach besuchte, auf die langjährigen Beziehungen Hamburgs zu Polen hin.

Der neue Band der Reihe, die sowohl auf Deutsch als auch auf Polnisch vorliegt, kann – wie Herr Borkowski, der Vizekonsul Polens in Hamburg, in seiner Rede betonte – von beiden Ländern im Geschichtsunterricht eingesetzt werden. Sie hat damit den gleichen Stellenwert wie die bereits länger vorliegende deutsch-französische Buchreihe. 

Umrahmt wurde der Festakt von zwei Musikstücken, vorgetragen von Herrn Friedmann (Klavier) und Herrn Krumwiede (Kontrabass), u.a. – wie sollte es bei einem solchen Festakt anders sein – mit einem Stück von Frederik Chopin, dem großen polnischen Komponisten.

Der anschließende Empfang wurde begleitet von einem Forum, auf dem sich die Landeszentrale für politische Bildung ebenso vorstellte wie eine Reihe weiterer Kooperationspartner der Schule. 

  • Die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg hatte einen wunderbaren Büchertisch mit weiteren Materialien rund um das Thema vorbereitet.
  • Die Deutsch-polnische Gesellschaft HH e.V. präsentierte sich und ihre vielseitigen Projekte. Von ihr wird die Irena Sendler Schule immer wieder tatkräftig bei Austauschen und Begegnungen unterstützt!
  • Die Motte Altona (Verein für stadtteilbezogene Kultur- und Sozialarbeit e.V.) präsentierte das multinationale Vorzeige-, Gedenke- und Kooperationsprojekt „Sound in the Silence“, das weit über die Grenzen Hamburgs und Deutschlands hinaus wirkt. An diesem Tisch kam es zu einem Wiedersehen von Teilnehmern der letzten fünf Projekte und einem intensiven Austausch mit Behördenvertretern.
  • Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. stellte die mittlerweile seit mehreren Jahren bestehende Jugendbegegnung für Schüler der 8. Klasse mit Schülern aus Wolin auf dem Golm, Usedom, vor. Neben Sprachlern-Elementen umfasst das Projekt die intensive Auseinandersetzung mit den Gedenkstätten vor Ort und der Begegnung der Jugendlichen zur Entwicklung von gegenseitigem Verständnis und Gemeinsamkeiten. 
  • AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. präsentierte eine Vielzahl von Auslandsaufenthaltsmöglichkeiten von „traditionellen“ Angeboten wie Schulbesuchen, Work and Travel und Au pair bis zu FSJ-Angeboten, internationalen Workshops zu Genderfragen und Jugendcamps.
  • „Aubiko“, der Verein für Austausch, Bildung und Kommunikation e.V., rundete mit seinen Projekten u.a. um die polnische Sprache, aber auch anderer Angebote die unterschiedlichen Facetten ab.

Die Gastfreundlichkeit des Mensa-Personals sowie das vorzügliche Catering durch den Schul-Caterer ProCate-Professional GmbH sorgte für eine rund um gemütliche Atmosphäre und verlängerte den Empfang um einiges – zum gemeinsamen Gewinn für alle!

Lars Lankow-Mischur

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