Planspiel im Rathaus

Ein Bericht von Joris K. ( Jg. 12)

Am 8./9. Juni fand im Hamburger Rathaus ein zweitägiges Planspiel statt, an dem wir als PGW-Profil mit teilnehmen durften. Das Ziel der Veranstaltung „Jugend im Parlament“ war es, den Ablauf parlamentarischer Arbeit kennenzulernen und selbst politische Entscheidungsprozesse zu simulieren.

Der erste Tag begann mit einer kurzen Begrüßung im Plenarsaal, danach wurden wir von den anderen zwei PGW-Profilen in getrennte Räume begleitet. Anschließend haben wir uns in drei Ausschüsse: „Familie, Kinder und Jugend“, „Verkehr“ sowie „Umwelt, Klima und Energie“ aufgeteilt. Ich war im Ausschuss „Umwelt, Klima und Energie“. In den Ausschüssen sammelten wir zuerst Themen, die uns besonders wichtig erschienen und wo wir politischen Handlungsbedarf sahen. Aus den benannten Themen haben wir dann die für uns am wichtigsten ausgesucht und einen Antrag verfasst. Diese Anträge haben die Tagesordnung für den folgenden Tag bestimmt.

Am zweiten Tag haben wir zu Beginn die Tagesordnung bekommen, und die Möglichkeit gehabt unsere Anträge noch einmal zu überarbeiten. Im Anschluss kamen die Abgeordneten Dr Anke Frieling (CDU) und Parica Partoshoar (Grüne) und halfen bzw. prüften auf mögliche Schwächen in unseren Anträgen. Danach trafen wir uns in den jeweiligen Ausschüssen zusammen und simulierten eine Ausschusssitzung, in der die Anträge diskutiert wurden. Am Ende wurde dann abgestimmt welche Anträge später im Plenarsaal vorgetragen werden. Als nächstes haben wir uns als Fraktion, also als Klasse, wiedergetroffen und von unseren Ausschusssitzungen berichtet und unsere überarbeiteten Anträge vorgestellt. Im weiteren Verlauf erhielten wir eine Einführung in das Redeverhalten während parlamentarischer Debatten, woraufhin wir unsere Redebeiträge vorbereiteten. Zu guter Letzt haben sich alle Fraktionen im Plenarsaal getroffen und unter Frank Schmitts Leitung als Präsident die ausgewählten Anträge vorgestellt und diskutiert. Im Anschluss konnten wir dann auch über die besprochenen Anträge abstimmen.

Insgesamt bot die Exkursion einen guten Einblick in die Arbeit der Hamburgischen Bürgerschaft und die Abläufe der Entscheidungsprozesse. Dabei wurde deutlich, wie Anträge mehrere Schritte durchlaufen müssen, um zu entstehen und wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den Ausschüssen ist.

Fotos: B. Grell und F.  Zaske