FAQ zur Oberstufe (Anmeldung, Ausland, Profile…)

„Frequently Asked Questions“ (FAQs) zur Anmeldung (Jg. 11/12) oder zur Profilwahl (für Jg. 12)

Hier folgt eine Sammlung der wichtigsten Fragen, die während der Beratungsgespräche immer wieder gestellt werden. Die Fragen sind geordnet nach den drei Bereichen:

  1. Allgemeine Fragen zur Oberstufe
  2. Spezielle Fragen zu Jahrgang 11 (z.B. Auslandsaufenthalt… )
  3. Spezielle Fragen zu Jahrgang 12 (z.B. Profilwahl… )

Die Fragen werden kontinuierlich ergänzt.

 

1. Allgemeine Fragen zur Oberstufe

Darf man ein digitales Endgerät im Unterricht nutzen? Muss man das?
Die ISS befürwortet nachdrücklich den sinnhaften Einsatz von digitalen Endgeräten. –Diese werden von vielen Schüler:innen für Mitschriften, Hausaufgabenerstellung, Präsentationserarbeitung und/oder Recherchen benutzt. Zudem gibt es für viele Fächer und Unterrichtselemente sehr geeignete Apps, die sehr zielführend und unterstützend sind. Alle Schüler:innen erhalten einen WLAN-Zugang und die gemeinsame Arbeitsplattform der Schule ist MS Teams. (Da die ISS eine Schullizenz besitzt, haben alle Schüler:innen über eine eigene Schul-Emailadresse kostenlosen Zugang zu den aktuellen MS Office Produkten.) Für alle Oberstufen in Hamburg gilt: Bring your own device! (BYOD), wobei das aber nur in Ausnahmefällen ein Handy meint (ungeeignet aufgrund zu kleiner Displays oder schlechter Bedienbarkeit). Für den Unterricht vor Ort können Kursleitungen auch schuleigene iPads in ausreichender Stückzahl ausleihen und im Unterricht ausgeben. – Ein eigenes Endgerät ist aber sicherlich zukunftsweisend und ein Schlüssel zur sich entwickelnden „digitalen Gesellschaft“, wobei bei individuellen Hindernissen die ISS verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung bieten kann. (Hier bitte ggf. vertrauensvoll an die Klassen- oder Abteilungsleitung wenden.)

Wie verbindlich ist eine Kurswahl? Kann man die noch mal ändern?

Im Februar erfolgt die Wahl für das nachfolgende Schuljahr. – Jahrgang 10 wählt dann für das 11. Schuljahr, also für ein Jahr. Jahrgang 11 wählt zu diesem Zeitpunkt für die gesamte Studienstufe, also für zwei Jahre (S1-4), und damit für alle Kurse, die ins Abitur eingehen können. – Auf dieser Voraussetzung findet die Stunden- und Personalplanung der Schule statt. Auf dieser Basis wird entschieden, welche Kurse eingerichtet werden, welches Personal eingestellt wird und wie der Stundenplan aussieht.

Bitte bei bereits bei der ersten Wahl gründlich überlegen. Die Entscheidungen sind nicht alle danach noch umkehrbar. – Zusatzkurse können noch später hinzugewählt werden, wenn in den Kursen noch Platz ist und die eigene Arbeitsbelastung realistisch eingeschätzt werden kann.  Manchmal gibt es aber trotzdem noch Änderungsbedarfe.

  • Wünsche bei der Anmeldung: Diese Wünsche bilden die Grundlage für die gesamte schulische Planung, sind also sehr (!) wichtig,
  • Wünsche zu Beginn des Schuljahres: Das Schulgesetz sieht eine Umwahl-Möglichkeit zu Beginn des Schuljahres vor, in der die Schule prüft, ob z.B. in vorhandenen Kursen noch Platz ist und daher eine Umwahl möglich ist. Es besteht aber kein Wechselrecht. Innerhalb der ersten 2 1/2 Wochen darf jede/r Schüler:in einen (!) Zettel mit so vielen Wünschen wie notwendig bei der Abteilungsleitung abgeben. Dann ist traditionell die Projektwoche, in der kein Regelunterricht stattfindet, und innerhalb dieser Woche werden alle Wünsche geprüft und möglichst umgesetzt. Am Ende der Projektwoche erhalten alle Schüler:innen neue Stundenpläne, die alle Änderungen beinhalten. => Bis zur Projektwoche läuft der Unterricht auf jeden Fall nach dem Stundenplan, der am ersten Schultag verteilt wurde. Dadurch ist ein zügiger Unterrichtsstart gewährleistet.
  • Rechtzeitig vor dem Halbjahreswechsel können sehr gut begründete Wünsche manchmal noch geprüft und umgesetzt werden. Dabei handelt es sich in der Regel ausschließlich um Änderungen aufgrund des anstehenden Profilwunsches (Jg.11) oder Stundenreduktionen (bei deutlich mehr als der notwendigen Stundenzahl).
  • Wünsche zu anderen Zeitpunkten des Schuljahres können nicht umgesetzt werden.

Wie viele Stunden muss man belegen? Wie viele Stunden sind maximal erlaubt?

Die Grundlage der zu belegenden Stunde ist eine Vorgabe der Kultusministerkonferenz (KMK). Diese hat festgelegt, wie viele Stunden Deu, Mat, Eng, Nawi… bis zum Abitur belegt worden sein müssen. Da die ISS ihren Unterricht mit 40-min-Stunden organisiert hat, differiert die „Stundenzahl“ an der ISS zu anderen Schulen. – Im Prinzip wurden die Unterrichtsminuten umgerechnet in die neue Taktung und es ergeben sich so mehr „Unterrichts-Slots“, aber die Unterrichtszeit ist identisch.

  • Jg. 11: 30 Wochenstunden á 45 min (Vorgabe der KMK) entsprechen 34 Wochenstunden á 40 min (ISS) – 1 Stunde Klassenrat + je eine zusätzliche Kernfachstunde in Deu, Eng, Mat = 4 Slots
  • Jg. 12/13: 34 Wochenstunden á 45 min (Vorgabe der KMK) entsprechen 38 Wochenstunden á 40 min (ISS) – 1 Stunde Klassenrat + 3 Stunden ELMO (s.u.)

Bezüglicher der Höchststundenzahl gilt es zu Bedenken: Es gibt auch noch ein Leben außerhalb von Schule! Andererseits soll jede/r seine Interessen und Fähigkeiten einbringen und stärken, weshalb auch Stunden über die Regelzahl sehr oft überschritten wird. Zudem kommt es darauf an, welche Art von Stunden dort belegt werden: Unterricht mit zusätzlichen Klausuren, Mitarbeit in einer motivierenden AG, besondere Angebote nach Neigung wie Chor/Ensemble, Belegung einer besonderen (Mutter-)Sprache…

  • Auf jeden Fall gilt: Nicht mehr als 38 Stunden in Jg. 11 und nicht mehr als 40 Stunden in Jg. 12/13.
  • ABER: Es geht nicht nur um die Stundenzahl, sondern auch die Art der Stunden (Pflichtauflagen und Arbeitsbelastung sowie „Spaßfaktor“ beachten!)

Welchen Stellenwert haben AGs im Stundenangebot? Muss man eine davon wählen?

Die AGs (Arbeitsgruppen) bieten eine andere Art der Bildung an, die im Rahmen von Unterricht mit Notendruck und Klausuren nicht möglich ist. Sie werden von Lehrkräften geleitet und können von Schüler:innen freiwillig gewählt werden. Schüler:innen können so individuelle Stärken einbringen. AGs sind also eine andere besondere Form von Unterricht, der sehr neigungsgesteuert gewählt werden kann. – Typische Beispiele sind die Foto-AG oder der Schulsanitätsdienst.

PGs (Projektgruppen) sind elementare Arbeitsgruppen, in denen Schüler:innen, Lehrkräfte und Eltern gemeinsam an der verschiedenen Bereichen der Schulentwicklung arbeiten. Hier können Schüler:innen die Schule als Ganzes mitgestalten,  nachhaltige Veränderungen anschieben oder die Betonung wichtiger Leitgedanken verankern. – Typische Beispiele sind die Konzeptgruppe (Unterrichtsentwicklung) und die PG Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage.

AGs und PGs werden als „unbewerteter Unterricht“ für die Stundenauflage anerkannt, allerdings ist die regelmäßige und aktive Mitarbeit verbindlich, falls eine solche Gruppe gewählt wird. – Bei unregelmäßiger Teilnahme verliert man die Wochenstunden und eine Versetzung in den nächsten Jahrgang wird verhindert, wenn man dadurch unter die Mindeststundenzahl rutscht. Anderseits wird die Mitarbeit im Zeugnis durch eine Bemerkung ausgewiesen, was sicherlich ein Bonus bei Bewerbungen darstellt.

AG-/PG-Angebot an der ISS

Was ist ELMO?
ELMO steht für „Eigenverantwortliches Lernen, Managen und Organisieren“ und wird verstanden als „Übergangstraining“ zwischen sehr stark vorbestimmten Schul-/Unterrichtsstruktur und dem selbstverantworteten, freien Arbeiten an der Universität. – Bei der Entwicklung wurden Schüler:innen der Oberstufe befragt, welche Bedarfe und Probleme sie bei der Bewältigung von schulischen Anforderungen sie haben und es wurden drei Punkte benannt:

  1. Bei manchen Hausaufgaben benötigen Schüler:innen eine kurzen Impuls („Schubs, Starthilfe“), bevor sie in der Lage sind, die Aufgabe selbstständig zu bearbeiten.
  2. Wenn aus Kursen/Profilen Gruppenaufträge zu Haus fertiggestellt werden soll, dann finden die Gruppen oft keine Termine (unterschiedliche Stundenpläne, diverse Hobbies, Nebenjobs, soziale Kontakte…).
  3. In der Oberstufe gibt es ein ausgeprägtes Kurssystem, weshalb das gemeinsame Lernen mit anderen aus einem Kurs wieder außerhalb von Schule stattfinden muss.

Um eine Antwort auf diese (organisatorischen) Hemmnisse zu geben, wurden zwei Stunden ELMO für die gesamte Oberstufe (alle Jahrgänge) parallel gelegt.

  • Alle ELMO-Zeiten mit Kursleitungen aus der Oberstufe besetzt und können für eine Kurz-Beratung aufgesucht werden. (12 Klasse = 12 Kursleitungen mit jeweils 2 unterschiedlichen Fächern)
  • Wenn man die eigene Kursleitung nicht fragen mag (Bewertung!), dann kann man zu einer anderen Fachkraft gehen, da die meisten Fächer mehrfach abgedeckt sind.
  • Man kann sich mit seiner Arbeitsgruppe oder Lern-Partnerin in ELMO „verabreden“, denn alle Schüler:innen sind anwesend.

Gleichzeitig soll die Eigenverantwortung der Schüler:innen entwickelt und gestärkt werden.

  • Jede/e entscheidet selbst, welche Aufgaben wann bearbeitet werden (in ELMO oder zu Haus).
  • Jede/e organisiert und verabredet sich selbst zum Arbeiten.
  • Jede/r entscheidet selbst, welche Möglichkeiten der Beratung genutzt wird.
  • Jede/r setzt in Rücksprache mit den ELMO-Kräften eigene Interessen- und Arbeitsschwerpunkte (Wettbewerbsteilnahme, individuelles Förder- und Fordermaterial…)

Besonderheit: Für außerschulische Bildungsangebote (Volkshochschulkurse, Jugend musiziert, ehrenamtliche Tätigkeit…) kann eine Befreiung von der Anwesenheitspflicht während zweier ELMO-Stunden beantragt werden. Dies wird von den Klassenleitungen des Jahrgangs gemeinsam beraten und mit der Abteilungsleitung entschieden. => Alle Aufgaben und Verpflichtungen von ELMO bleiben erhalten, können aber nach der Genehmigung des Antrags in Eigenverantwortung zu anderen Zeiten und an anderen Orten erledigt werden.

Zweite Fremdsprache/muttersprachliche Angebote: Was ist, wenn diese (nicht) in der Mittelstufe belegt wurde?

Für das Abitur müssen eine Fremdsprache in der Mittelstufe begonnen, bis zum Abitur weitergeführt und auch in die Abiturwertung eingebracht werden. Eine weitere Fremdsprache muss für das Abitur durch Schulnoten nachgewiesen werden. Dabei können nur anerkannte Sprachen die Auflage der zweiten Fremdsprache abdecken. – Durch das Versetzungszeugnis in die 11. Klasse wird oft eine zweite Fremdsprache umfänglich nachgewiesen und diese kann dann abgewählt werden. Wenn dies nicht der Fall ist, muss eine neue Fremdsprache aufgenommen und ins Abitur eingebracht werden.

Manche muttersprachlichen Angebote können im Abitur geprüft werden und unter bestimmten Bedingungen Englisch komplett ersetzen. Besondere sprachliche Angebote werden von der Schulbehörde zentral eingerichtet und richten sich an Schüler:innen mit Migrationshintergrund und bereits vorhandenen umfassenden Sprachkenntnissen. Diese Angebote finden an einem Termin pro Woche statt und werden frühzeitig bekanntgeben. Dadurch kann eine Belegung trotz der Pendelzeiten in den allermeisten Fällen ermöglicht werden. Dies betrifft u.a. die Sprachen: Arabisch, Chinesisch, Russisch, Polnisch, Türkisch, Farsi…in denen bei umfassenden Kenntnissen auch eine Abiturprüfung möglich ist.

Da die Irena Sendler Schule mit allen umliegenden Schulen kooperiert, können die Schüler:innen auch wechselseitig Kurse belegen. Dies wird von den Abteilungsleitungen koordiniert, die Stundenpläne werden parallelisiert und die Klausurpläne abgesprochen.

Welche besonderen Kurse werden angeboten?

Alle besonderen Kurse können in die Abiturwertung einfließen, aber es kann dort  keine Abiturprüfung abgelegt werden. Sie decken Stunden-Belegauflagen ab und ihre Noten können eingebracht werden, auch wenn teilweise keine Klausuren geschrieben werden. Die Wahl dieser Kurse erfolgt in der Regel aufgrund von Spaß, Interesse und Begeisterung.

    •  Ensemble (keine Abi-Prüfung): Hier spielen alle Schüler:innen jahrgangsübergreifend zusammen. Außer Grundkenntnissen im Notenlesen sind keine Voraussetzungen nötig. Die Auswahl der Stücke geschieht in Absprache mit den Teilnehmenden und umfasste in der Vergangenheit von Klassik und Klezmer über Film- und Musical-Musik bis zu Pop alle Stilrichtungen. Jede/r auf ihrem/seinem Niveau, aber alle mit sehr viel Spaß!
    • Cambridgekurs (keine Abi-Prüfung, Verrechnung der Note mit dem regulären Englischkurs im Verhältnis 1:2): Dieser Kurs wurde eingerichtet für Muttersprachler und Schüler:innen, die im Ausland waren. Hier sollten gute bis sehr gute Kenntnisse vorhanden sein. Der Kurs findet Jahrgangsübergreifend von 11 bis 13 sowie durchgehend auf Englisch statt. Es müssen Zeitungen, Nachrichten, Bücher und Filme auf Englisch verstanden und die Kommunikation untereinander auf erhöhtem Niveau zu schwierigen Themen gemeistert werden. – Es wird auf die externe Prüfung des Cambridge-Instituts vorbereitet.
    • Modedesign (keine Abi-Prüfung): Zu einem jahrgangsübergreifenden Jahresthema werden Kleidungsstücke entworfen und genäht. Dazu werden Konzeptskizzen erstellt, an Figurinen Entwürfe erprobt, Schnittmuster erstellt und Probeentwürfe genäht, bevor die Fertigung des finalen Kleidungsstückes begonnen wird. Am Ende müssen alle Teilnehmenden ihr genähtes Kleidungsstück bei der jährlichen Mode-Performance auf dem Laufsteg präsentieren. – Das ist für die gesamte Schulgemeinschaft ein großes Highlight!
    • Recht (keine Abi-Prüfung): Hier werden die Grundlagen des juristischen Verständnissen erarbeitet und gefestigt. Verträge werden beleuchtet und bestehende Gesetze interpretiert sowie auf typische Situationen angewandt. Argumentation und Begründung sind wesentliche Bestandteile des Kurses, der auch das Gericht besucht und einer Sitzung beiwohnt.
    • Wirtschaft (Abi-Prüfung möglich): In diesem Kurs liegt der Fokus auf volkswirtschaftlichen Aspekten. Auch wenn betriebswirtschaftliche Fragestellen den Ausgangspunkt bilden können, stehen hier die größeren Zusammenhänge im Fokus. Was kann „der Staat“ mit welchem Ziel bewegen – national und international? Die aktuellen Herausforderungen zeigen, wie notwendig grundlegende Entscheidungen das Leben aller begleiten und (mit)gestalten.

Mit welchen Schulen kooperiert die Irena Sendler Schule? Welche Angebote betrifft das?
Die Irena Sendler Schule kooperiert in der Oberstufe mit insgesamt 15 umliegenden Schulen. Das alle Oberstufen auf das gleiche Zentralabitur vorbereiten, arbeiten alle auf Augenhöhe und unterstützen/ergänzen sich gegenseitig. – Wenn Kurswünsche an der eigenen Schule nicht ermöglicht werden können, so erfragt die Abteilungsleitung Optionen an anderen Oberstufen. Oft kann dann durch Pendeln ein Kursbesuch stattfinden. Die Vorstufe (Jg. 11) gibt es nur an den Stadtteilschulen, weshalb hier die Kooperation zumeist nur mit anderen Stadtteilschulen erfolgt oder aber die jahrgangsübergreifenden Kurse betrifft, wie. z.B. Mode-Design oder Spanisch (weitergeführt).In der Studienstufe (S1-4) sind alle Profilstunden im Verbund parallelisiert, so dass manchmal der Besuch eines Profils an einer anderen Schule ohne Schulwechsel möglich ist. Dies gilt für die Profile, deren Profil gebenden Fächer nicht (!) an der eigenen Schule angeboten wird. Vorrang haben immer die schuleigenen Teilnehmenden vor pendelnden Schüler:innen. – Die Zahl der Pendler:innen ist immer weiter zurückgegangen, da das Pendeln eine zusätzliche Belastung darstellt. Aktuell pendeln nur noch einzelne Personen von der Irena Sendler Schule an andere Schulen (S1: 2 Schüler, S3: 3 Schüler:innen), im Gegenzug kommen auch nur wenige Schüler:innen zu uns (S1: 1 Schülerin, S3: 8 Schülerinnen).Das Pendeln wird bestimmt von der Möglichkeit der Erreichbarkeit der anderen Schule – problemlos: Grootmoor, EKS; machbar: Bergstedt, Volksdorf (2x), Meiendorf (2x), Oldenfelde (2x); sehr herausfordernd: Buckhorn, Ohlstedt, Gyula Trebitsch, Alt-Rahlstedt, Farmsen.

Das Pendeln stellt immer eine Zusatzbelastung da und wird immer wenige von Schüler:innen als Option gewählt. Die meisten entscheiden sich dann für den konsequenten Schritt des Schulwechsels.

 

2. Spezielle Fragen zu Jahrgang 11

Bis wann muss die Anmeldung für Jahrgang 11 abgegeben werden? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Bis zum 01. März sollte die Anmeldung vorliegen, damit sie in die Kurs- und Stundenplanung für das neue Schuljahr einfließen kann. Bei Anmeldungen kann nicht immer eine sofortige Zusage erfolgen, weil mit einer Warteliste gearbeitet werden muss, bis die hauseigenen Übergangszahlen gesichert  vorliegen. – Aufnahmegespräche erfolgen auch noch nach Beginn des neuen Schuljahres, aber der Einfluss auf den Wunschkurs schrumpft dann auf die noch freien Plätze in bereits eingerichteten Kursen. – Sollten Angaben fehlen oder ungenau sein, so wird sich die Abteilungsleitung per Mail melden, um das Fehlende nachzutragen. Daher ist eine gut LESBARE E-Mail-Adresse dringend zu empfehlen.

Der von der Schulbehörde offiziell gesetzte Termin für die Anmeldung für Jg. 11 ist der 31. Mai. – Anmeldungen werden dann noch entgegengenommen (und ggf. auf die Warteliste gesetzt), aber die Wahlen können dann nicht mehr in die Schuljahresplanung einfließen. (Im Rahmen der bereits getroffenen Entscheidungen werden Wünsche natürlich trotzdem immer möglichst umfassend berücksichtigt.)

Die Zugangsberechtigung in die Vorstufe wird erlangt mit der Versetzung von Jg. 10 nach Jg. 11 (Stadtteilschule oder Gymnasium). – Bei anderen Schulwegen findet eine Einzelfallprüfung durch die Abteilungsleitung statt (Richtlinie: umgerechnet auf Sek II-Niveau braucht es im Durchschnitt 3,0 in den Kernfächern und 3,0 über alle anderen Fächern).

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt?

Dies ist sehr individuell. – Grundsätzlich gilt natürlich: Je länger der Auslandsaufenthalt, desto nachhaltiger!

  • ganzjährig: Abhängig von den schulischen Leistungen kann die Vorstufe (Jg. 11) übersprungen werden oder es empfiehlt sich ein Einstieg in Jg. 11, um Wissenslücken zu schließen.

Wichtig: Wenn man die Vorstufe überspringen möchte, muss am Ende von Jg. 10 ein Antrag an die Zeugniskonferenz gestellt werden, die dann auf Grundlage der Noten und eines pädagogisch-fachlichen Gesprächs über den Antrag eine Entscheidung trifft (§3, Abs (2) der APO-AH). 

  • 1. Halbjahr vs. 2. Halbjahr: In der ersten Hälfte des Schuljahres werden Kontakte geknüpft, Wissenslücken aufgearbeitet, Lehrkräfte kennengelernt und Informationen zu den Profilen erhalten, im Januar wird das Profil gewählt, danach hat man „Sicherheit“ und weiß, wie es nach dem Sommer weitergeht. Im zweiten Halbjahr findet eine verstärkte Ausrichtung auf die Studienstufe statt, die sowohl Inhalte als auch Arbeitsformen und das Arbeitspensum umfasst. Dies ist also die Vorbereitung auf die Studienstufe.

Ein Auslandsaufenthalt lässt die Person unzweifelhaft wachsen und selbstständiger werden. Das ist aus schulischer Sicht unbedingt zu begrüßen und für die Schule immer ein Gewinn. Verpasster Unterricht ist eine Herausforderung, aber während des Auslandaufenthaltes werden ganz andere und sehr viele Herausforderungen auch bewältigt. Warum dann also nicht auch diese?

Bei Fragen kann man sich auch an unsere Auslandbeauftragte Nadine Bull wenden oder auf der Homepage nachschauen: .Auslandsaufenthalt und Schüleraustausch

Was ist, wenn ich mit jemand zusammen in eine Klasse möchte? Wie werden die Klassen zusammengesetzt?

Auf dem Wahlbogen für Jg. 11 kann man das notieren, auch wenn man nicht (!) mit jemanden zusammen möchte. – Alle hausinternen Klassen werden neu gemischt und auf die einzurichtenden Klassen aufgeteilt. Dabei gilt: Niemand soll allein sein (wenn er/sie schon jemanden kennt), aber alle sollen die Chance haben, sich neu zu orientieren und auch aus ihrem gewohnten Umfeld herauszukommen. Daher werden große „Wunsch-Gruppen“ dann auf mehrere Klassen aufgeteilt. Es wird versucht, immer ein, zwei Wünsche zu erfüllen.

Grundsätzlich gilt: Fächerwunsch geht vor Personenwunsch. Da es am Ende um das Abitur geht, müssen die Kurswünsche Vorrang haben. Gleichzeitig bringen die Klassenleitungen eigene Fächerkombinationen mit und der persönliche Bezug zwischen Schüler:in und Tutor:in trägt durch viele eventuelle Krisen. Aus diesem Grund werden – wo immer möglich – Klassenleitungen verstärkt in ihren Klassen eingesetzt, weshalb z.B. auch Klassen nach einem Wunschfach zusammengesetzt sein können: Wenn Herr Lankow-Mischur ein Klassenlehrer würde, dann würde er als Chemie-Lehrer z.B. eine Klasse bekommen, in der alle Schüler:innen Chemie gewählt haben. Es wird dann auch noch einen Chemiekurs für die anderen Klassen geben, aber seine Klasse hätte bei ihm Chemie.

Daher hängt die Klassenzusammensetzung immer zum einen von den Wünschen der Schüler:innen, aber auch vom eingesetzten Personal ab.

Was muss ich bei der Kurswahl für Jg. 11 bedenken, wenn es um die Profile geht?

Wichtig: Das Profil gebende Fach (PgF) ist auf erhöhtem Niveau und ist zwingend Prüfungsfach im Abitur! Deshalb muss man dieses Fach in Jg. 11 belegen. (Sind es mehrere PgF in einem Profil, reicht die Belegung eines PgF). Die Begleitfächer sind auf grundlegendem Niveau und deren Belegung ist durchaus sinnvoll, aber nicht unbedingt zwingend.

Kurz: Was man nicht in Jg. 11 belegt hat, kann später nicht mehr Prüfungsfach werden, und es ist eine Empfehlung möglichst alle Fächer eines Profils zu belegen. – Da die Profilinformation aber erst im Januar erfolgt, kann eventuell zum Februar eine Nachjustierung/Umwahl von Fächern vorgenommen werden.

 

3. Spezielle Fragen zu Jahrgang 12

Bis wann müssen Profilwahl und Anmeldung vorliegen, um einen Platz an der Irena Sendler Schule zu bekommen?

Bis zum 01. März sollten  Anmeldung und Wahl vorliegen, damit sie in die Kurs- und Stundenplanung für das neue Schuljahr einfließen kann.  Angenommen werden Anmeldungen natürlich jederzeit, aber sie haben je später, desto weniger Einfluss auf die Schuljahresplanung haben sie dann noch. – Sollten Angaben fehlen oder ungenau sein, so wird sich die Abteilungsleitung per Mail melden, um das Fehlende nachzutragen. Daher ist eine gut LESBARE E-Mail-Adresse dringend zu empfehlen.

Bei Schulwechsler:innen wird nach Abgabe der Anmeldung davon ausgegangen, dass diese auch wirklich kommen. – Diese müssen aber an ihrer bisherigen Schule eine Schulwechselantrag abgeben. Dieser dient dazu, den neuen Schulplatz sicherzustellen.

Die Wahl der Schüler:innen bestimmt über die Einrichtung von Profilen. Haben zu viele oder zu wenige Personen ein Profil gewählt, muss nachgesteuert werden. Eine echte Alternative, ein Zweiwunsch, ist dann ggf. hilfreich.

  • Wenn Profile nicht eingerichtet werden können, erfolgt eine individuelle Beratung der Betroffenen. Dabei geht es um die Suche nach Alternativen und die Vermittlung von Sicherheit, dass trotzdem ein gutes Abitur erreicht werden kann. In den allermeisten Fällen führt die Beratung um Erfolg und  die Betroffenen sind hinterher überaus glücklich mit der gefundenen Alternative.
  • Sind Profile zu sehr angewählt, beginnt ein Beratungsprozess mit der Gruppe, in dem Alternativen begründet aufgezeigt werden. Die Vorteile kleiner Profile werden dargelegt und in den meisten Fällen finden sich Wechselbereite. Erst ganz am Ende steht ein Losverfahren, wobei die betroffenen Personen auf die Warteliste kommen, denn sehr oft wollen später noch Schüler:innen aus dem Profil wechseln oder werden eventuell auch nicht versetzt. Dann rücken die zuvor Ausgelosten als erstes nach. Bisher konnten immer alle Wünsche erfüllt werden.

Was ist, wenn ich nicht alle Fächer eines Profils vorher belegt hatte?
Das Profil gebende Fach (oder zumindest eines davon) muss im Schuljahr zuvor belegt worden sein, denn es wird Prüfungsfach. – Ausnahmen kann die Schule genehmigen (Auslandsjahr, Schulwechsel…). Man weiß dann aber schon, dass man gleich zu Beginn loslegen muss, um eventuelle Lücken schnell zu schließen. – Alle weiteren Fächer des Profils sollte man belegt haben, um einen möglichst guten Start und entsprechende Erfolgsaussichten zu haben, aber es ist nicht zwingend. Sie können dann aber nicht Prüfungsfach werden.

Muss ich mich in allen Fächer des Profils prüfen lassen? (Unterschied: Belegfach, Einbringfach, Prüfungsfach)

Nein! Nur in einem Profil gebenden Fach ist eine Abitur-Prüfung verpflichtend. – Bei allen anderen Fächern unterscheidet man in drei Gruppen:

  • Belegfach: Diese Fächer muss man belegen (Kultusministerkonferenz-Beschluss) und meist gibt es eine Wahl – Religion oder Philosophie, Sport, eine Naturwissenschaft…. – Der Wahlbogen stellt sicher, dass die Auflagen erfüllt werden…wenn überall die vorgesehenen Kreuze gesetzt werden!
  • Einbringfach: Das sind die Fächer, die in die Abitur-Schnittberechnung eingehen müssen(!). – Am einfachsten ist es, überall gut zu sein, dann ist das unerheblich. Ansonsten erfolgt Anfang S3 im Profil eine Beratung „zum optimalen Einsatz begrenzter zeitlicher und geistiger Ressourcen“. Es wird aber keine Ansage geben: „Das Fach ist egal!“, denn alle (!) Fächer können den Abi-Schnitt verbessern.
  • Prüfungsfach: Die Prüfungen müssen bestimmten Auflagen genügen und aus der Profilwahl und den Kernfächern ergeben sich zumeist schon die Prüfungsfächer. – Hierzu unbedingt gründlich die Profilbroschüre lesen, denn bestimmte Vorgaben zu den einzelnen Profilen sind dort notiert.

Wie wichtig ist die Angabe eines Zweitwunsches bei der Profilwahl?
Es wäre unlauter, wenn vor der Auswertung der Wahlen bereits ein bestimmtes Profil zugesagt würde. Ob ein Profil zustande kommt, kann nicht zu 100% vorhergesagt werden und ob es dann vielleicht zu voll ist, auch nicht. Aus diesem Grund ist es immer wichtig, ein zweites Profil als echte Alternative zu begreifen! – Dies gilt insbesondere für Schulwechsler:innen, denn auch wenn es Erfahrungswerte zu den Profilen gibt, kann nichts garantiert werden; schon gar nicht, wenn sich jemand für Jg. 11 anmeldet und bereits ein Profil für ein Jahr später ins Auge gefasst hat. Was ist, wenn Fachräume fehlen oder Fachkräfte die Schule verlassen? – Wer (etwas) flexibel ist, findet immer wieder den „optimalen Platz“.

Wie sicher ist es, dass mein Wunschprofil zustande kommt? Wann ist es zu voll?
Wie oben ausgeführt: Nichts ist zu 100% sicher. Jede andere Aussage wäre unehrlich. – Es gibt Erfahrungswerte und daraus resultierende Richtgrößen: Ab 20 Stimmen kommt ein Profil sicher zustande; ab 15 Stimmen hängt es davon ab, ob andere Profile vielleicht sehr voll sind und so ein kleinen Profil kompensieren; unter 10 Stimmen konnte es bisher noch nie eingerichtet werden. – Profile sind gut gefüllt bei 25 Schüler:innen; bis 29 Teilnehmenden finanzieren diese großen Kurse andere, kleinere Kurse; 30 Personen sind eine psychologische Grenze für alle Beteiligten und das ist nicht gewollt, hat aber schon stattgefunden. Bei mehr als 30 Personen startet die Beratung durch die Abteilungsleitung, bis es unter 30 sind (s.o.).

Wie geht das mit Profilen an anderen Schulen? (Pendeln/Schulwechsel)

Das Pendeln an eine andere Schule für ein bestimmtes Profil ist zwar möglich, aber immer mit zusätzlichen Aufwand verbunden. Daher ziehen das nur eine Handvoll Schüler:innen in Erwägung.

  • Ein Pendeln geht nur bei Profilen, deren Profil gebendes Fach nicht an der eigenen Schule angeboten wird. (Fast) alle Prüfungen sind zentral (egal in welchem Profil die Fächer stecken) und die meisten begleitenden Fächer werden gar nicht geprüft. Daher ist ein solcher Wechsel aus Sicht der Abteilungsleitungen unsinnig. – Will man trotzdem in ein solches Profil pendeln, muss man die Schule wechseln.
  • Schuleigene Schüler:innen kommen vor Pendlern und Schulwechslern.
  • Die Wahl erfolgt immer an der eigenen Schule bei der Abteilungsleitung und man muss immer (!) eine Zweitwahl an der eigenen Schule angeben.
  • Die Abteilungsleitungen tagen im April gemeinsam und tauschen sich über alle Pendel-Wünsche und freien Plätze aus. Dadurch werden ein verlässliches Verfahren und die besten Pendel-Optionen ermöglicht.
  • Nach der Konferenz werden die Betroffenen über Erfolg oder Misserfolg informiert und ggf. so lange beraten, bis die beste Option gefunden ist.
  • Sollte kein Pendeln möglich sein und auch kein Schulwechsel zum Erfolg führen, dann muss der/die Schüler:in an der Stammschule ein Profil belegen…weshalb die (innere) Vorbereitung auf eine Zweitwunsch durchaus sinnvoll ist.
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