Zeitreise zum November 2010: die Umbenennung auf unserer Homepage

Am 7. November 2010 bekam unsere Schule unter großem Interesse der Öffentlichkeit ihren heutigen Namen. So wurde seinerzeit über die Umbenennung berichtet, auf unserer damaligen Homepage, in der Presse, Radio, Fernsehen. Die Links am Ende des Texts sind zeitgenössisch, funktionieren aber zum Teil noch:

PPS heißt jetzt Irena-Sendler Schule

Am 7. November 2010 verliehen Senatorin Goetsch und viele andere hochinteressante Gäste der Schule offiziell ihren neuen Namen – eine in jeder Hinsicht der neuen Namensgeberin würdige Veranstaltung

Zu Schuljahresbeginn wurde sie von der Gesamtschule zur Stadtteilschule, nun kommt sie auch mit einem neuen Namen daher: Die traditionsreiche Peter-Petersen-Schule in Wellingsbüttel wird zukünftig nach Irena Sendler benannt sein, der 2008verstorbenen polnischen Widerstandskämpferin, die etwa 2500 Kinder aus dem Warschauer Ghetto herausschmuggelte und ihnen so das Leben rettete.

Auf einem Festakt am 7. November wurde die Umbenennung vor rund vierhundert Zuschauern mit einem anspruchsvollen Programm und hoch interessanten, zum Teil aus dem Ausland angereisten  Gästen würdig gefeiert.

In ihren Ansprachen brachten Schulsenatorin Christa Goetsch, Schulleiterin Ute Pape sowie der polnische Generalkonsul Andrzej Osiak ihre Anerkennung gegenüber der Lebensleistung Irena Sendlers zum Ausdruck. „Von Irena Sendler kann man vieles lernen, was zu jeder Zeit, in jeder Gesellschaft und Gemeinschaft für den Zusammenhalt unabdingbar ist: Zivilcourage, Zuversicht, Weitsicht, Mut und Toleranz. Nehmen wir uns ein Beispiel an ihr“, so Schulleiterin Ute Pape in ihrer Eröffnungsrede.

Im Rahmen des Festakts wurde vor dem Haupteingang der Schule symbolisch ein Apfelbaum gepflanzt – er soll fortan daran erinnern, dass Irena Sendler die Papiere der von ihr geretteten Kinder seinerzeit in Einmachgläser steckte, die sie dann unter einem Apfelbaum vergrub – so konnten auch die Identitäten der Geretteten überleben.

Außerdem wurde das Wirken Irena Sendlers für die Zuschauer durch eine Aufführung des Theaterstücks „Leben im Glas“ erlebbar gemacht: Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge fünf bis 13 erzeugten mit einer hochklassigen Leistung eine Atmosphäre der Stille und der sichtlichen Ergriffenheit.

„Von 80000 Jüdischen Kindern aus dem Warschauer Ghetto haben nicht mehr als vier- bis fünftausend überlebt. Dies ist ausnahmslos Helden zu verdanken, die ihr eigenes Leben riskierten und den Mut hatten, den zur Vernichtung verurteilten Kindern -wie mir – zu helfen“, sagte Piotr Zettinger, der von Irena Sendler im Alter von vier Jahren aus dem Ghetto befreit und versteckt wurde. „Sie hat sich selbst nicht als Heldin betrachtet“, fügte er hinzu, während anschließend Janina Zgrzembska, die Tochter Irena Sendlers sagte: „Die größte Anerkennung für Irena Sendler jedoch sind Schulen, die ihren Namen tragen.“

Dieses bedeute für eine Schule „deren Namensgeberin Irena Sendler ist, neben der Ehre auch Verpflichtung, (…) eine Atmoshäre der besonderen Wertschätzung“ zu schaffen, sagte Anna Mieszkowska, Autorin der Irena-Sendler-Biografie „Die Mutter der Holocaust-Kinder“.

Zunächst hat die Schulgemeinschaft noch eine weitere wichtige Verpflichtung: den Namen Irena Sendler und die herausragende Lebensleistung dieser Persönlichkeit auch über die Grenzen des schulischen Einzugsgebietes hinaus bekannt zu machen – und mit dem Festakt am vergangenen Sonntag ist mit Sicherheit ein großer Schritt in diese Richtung gemacht worden.        

M. Sohre

 

Die Umbennung in der Presse:

Folgende Medien berichteten über unsere Umbennung:

 

  • Fernsehbericht im NDR Hamburg Journal am 7.11.2010 (Leider nach 7 Tagen nicht mehr in der Mediathek)
  • Bild am 8.11.2010: „Schule trägt den Namen einer Heldin“

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