Die “Schulkümmerer” 7 und 8 unterwegs

Zwei Wahlpflichtkurse “Schulgarten” haben seit fast zwei Jahren keinen Garten, sondern nur eine große Baustelle, auf die sie schauen können. Da braucht es andere sinnvolle Ideen, sagte sich die Gartenlehrerin.

So baute sie bereits mit zwei Achter – Jahrgängen große Pflanzkübel aus Dachlatten, von denen vier den Innenhof mit Felsenbirne und Co begrünen und vier weitere im Kompartment des Jahrgang 9 zur Verschönerung beitragen. Danke an die Wahlpflichtkurse 8 der Schuljahre 2017/18 und 2018/19 fürs Durchhalten und Dranbleiben auch in manchmal schweren Zeiten des Bauens in der Holzwerkstatt.

 Zur Zeit ist ein besonderes Projekt am Start: die Restaurierung der knapp 50 Jahre alten Bänke, die wir aus dem Altbau mitgenommen haben! Als wir sie umdrehten, um mit der Arbeit zu beginnen,  verbargen sich darunter viele, vermutlich ebenso alte, gut durchgehärtete Kaugummiklümpchen. Die Schüler waren so angewidert, dass Herr Claus mit Stechbeitel anrücken musste – vielleicht tragen wir ja hier einen Lernerfolg davon ;)! Danke an alle SchülerInnen, dass sie weitergemacht haben und nicht schreiend davongelaufen sind. Das Metallgestell sowie die blank gesessenen Holzplanken müssen gründlich abgeschliffen werden, bevor sie grundiert, lakiert und lasiert werden können. Das ist eine mühselige und langwierige Arbeit, die am Ende hoffentlich durch einen viel schöneren Anblick belohnt werden wird.

 Der Gartenkurs Jahrgang 7 von diesem Schuljahr hat sich zunächst die großen verwilderten Betonkübel am Pfeilshof vorgenommen – das war ja schon mal wie Garten! Bis die Kübel neu bepflanzbar und von wildem Wurzelwerk befreit waren, vergingen gut 2 Wochen. Dann machten wir uns mutig auf zur Gärtnerei Finder, die uns großzügig mit Pflanzenspenden bedachte.  Dank an Herrn Finder auch für die Grünpflanzen im Kompartment 9! Am Ende hatten wir eine wunderschöne Herbstbepflanzung sowie Stauden, die jetzt im Frühjahr/Sommer ihre volle Pracht entwickeln sollen. Die SchülerInnen waren so eifrig und motiviert bei der Sache, dekorierten und verzierten ihre Kübel, dass es eine Freude war! Gedankt sei hier auch der Küche, in der wir uns mehrfach unsere Gießkannen befüllen durften, um die frischen Pflanzen anzugießen. Und während der Herbstferien hat eine fürsorgliche Anwohnerin des Pfeilshofes die Pflanzen in den Kübeln gewässert –  großes Kino!

Zur Zeit arbeitet dieser Kurs 7 an gefilzten Blüten und Insekten für die Kunstausstellung in der Katharinenkirche zum Thema Heimat – für uns: Garten als Symbol für Heimat.

Immer wieder zwischendurch fanden hier vier umsichtige Schülerinnen Zeit, die Fotos unseres Kollegiums im Verwaltungsflur aufzuhängen – wir kümmern uns.

Beim Schmücken für den Basar, für den auch die Gartenkurse Schmuck bastelten,  hatte dann eine Mutter die treffende Idee, die Gartenkurse kurzerhand die “Schulkümmerer” zu nennen – einfach, weil sie sich um vieles kümmern, was sonst liegen bleibt.

 S. Stöhr

 

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