Inklusion

Inklusion an der Irena-Sendler-Schule

Wie in unserem Leitbild angelegt, wird in unserer Schule Verschiedenheit als Chance angesehen. Alle Menschen sollen mit ihren speziellen Fähigkeiten in der Gesellschaft aufgenommen und anerkannt werden. Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und nicht allein auf Schule beschränkt.

An der Irena-Sendler-Schule legen wir besonderen Wert auf die gemeinsame Beschulung in heterogenen Lerngruppen. Die Schüler mit den Förderschwerpunkten Lernen, emotionale und soziale Entwicklung, Autismus, Motorik und Sprache lernen gemeinsam im Klassenverband in den Jahrgängen 5-13. Grundsätzlich stehen wir allen Förderschwerpunkten offen gegenüber. Eine komplette Barrierefreiheit wird erst mit unserem Neubau realisiert werden können.

Im Rahmen der Inklusion arbeiten an unserer Schule Klassenlehrer, Fachlehrer, Sonder- und Sozialpädagogen sowie Schulbegleiter in multiprofessionellen Teams zusammen. In unseren Teams planen wir gemeinsam den Unterricht, legen Förderziele in Förderplänen fest und beraten intensiv über die Förderung jedes einzelnen Kindes.

Bei Bedarf steht vielfältiges, unterstützendes Material für die Schüler mit Förderbedarf zur Verfügung. Seit dem Schuljahr 2013/14 setzen wir verstärkt interaktive Whiteboards und Laptops ein, um in einem modernen Unterricht alle Kinder optimal fördern und fordern zu können.

Für ausgewählte Schüler steht ein betreuter Raum unter dem Namen „Insel“ als Anlaufstelle bei Problemen im Unterricht zur Verfügung. Zudem bieten wir einen Klärungsraum an, in den unsere Schüler stundenweise gehen.

Unabhängig davon, ob unsere Schüler besonderen Förderbedarf haben oder nicht, achten wir auf ein stimmiges Verhältnis zwischen individueller Forderung und Förderung.

(Zudem) Wir beraten Schülerinnen und Schüler mit Teilleistungsschwächen. Diesen Schülern gewähren wir nach einer Überprüfung ihrer Kompetenzen einen Nachteilsausgleich, z. B. in Form von einem Zeitzuschlag bei schriftlichen Arbeiten oder individueller Unterstützung im Unterricht. Diese Schüler haben ebenso wie Schüler, die stark schwankende Leistungen zeigen, die Möglichkeit, in unseren Nachmittagskursen ihre Leistungsrückstände in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch aufzuarbeiten.

Wir informieren regelmäßig, insbesondere bei Elternveranstaltungen über unsere Arbeit im Rahmen der Inklusion. (Außerdem) Wir stehen über verschiedene Netzwerke mit außerschulischen Gremien und anderen Stadtteilschulen in einem fachlichen Austausch.

 

Konzept „Medien & Inklusion“

Seit dem Schuljahr 2013/14 statten wir gemäß unserem Konzept „Medien & Inklusion die fünften Klassen aufwachsend mit einem interaktiven Whiteboard und einem dazugehörigen Standrechner aus.  Die Klassenlehrer, Fachkollegen und Schüler erhalten jeweils zu Schuljahresbeginn eine Grundlagenschulung, sodass Schülerinnen und Schüler sowie Kolleginnen und Kollegen in der Lage sind, das Interaktive Whiteboard und die dazugehörige Software zu bedienen. Dies hat folgenden Hintergrund:

Hamburg setzt derzeit die Vorgaben der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Rahmen der Inklusion aller Schüler um und nimmt dabei in der Bundesrepublik eine Vorreiterrolle ein. Hierbei zeigt sich, dass eine breite Unterstützung der Beteiligten und flankierende Maßnahmen unerlässlich sind, damit die inklusiv beschulten Schüler mit Erfolg den Unterrichtsalltag bewältigen können. Neben vielen anderen Unterstützungsmaßnahmen, die an unserer Schule durch unser multiprofessionelles Team initiiert werden, sind es gerade die digitalen Medien, die auf unterschiedliche Weise zum Lernerfolg aller Schüler beitragen können. Wissenschaftlich fundierte Ergebnisse zu Fragestellungen um gelungene Inklusionsszenarien von Schülern mit unterschiedlichen Förderbedarfen liegen aus dem Hamburger Whiteboardprojekt und aus einem kanadischen Projekt vor. Hierbei wird auch deutlich, dass alle Schüler von digitalen Medien in hohem Maße profitieren können.

Im Rahmen der Umsetzung von Unterstützungsmaßnahmen für alle Schülerinnen und Schüler nutzen wir vorhandene Laptops, sodass die Jahrgänge auf Klassensätze zurückgreifen, aber auch einzelne Schüler die Laptops nutzen können. Wir machen die Erfahrung, dass wir durch den sinnvollen Einsatz der Technik wesentlich differenzierter auf unsere heterogene Schülerschaft eingehen können. So sind beispielsweise in unserer Unterrichtseinheit Märchen im Fachbereich Deutsch alle besprochenen Märchen als Hörtext auch zuhause von den Kindern abrufbar. Schüler, die aufgrund verschiedener Schwierigkeiten mit dem Tempo bei Diktaten nicht mit den anderen Schülern mithalten können, rufen die Texte über den Computer ab und signalisieren uns eine hohe Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft.

Die Räumlichkeiten des Jahrgangs sind mit einem Internetzugang und einem Standrechner für den Betrieb des interaktiven Whiteboards versehen worden. In unseren wöchentlichen Teamabsprachen stimmen wir Unterrichtseinheiten ab und binden dabei die Nutzung der neuen Technologie ein. Auch eher zurückhaltende Schüler reagieren mit einer höheren Unterrichtsbeteiligung und gehen motivierter an die Aufgaben- und Problemstellungen heran.  Durch die erweiterten Möglichkeiten der Visualisierung können wir unseren Unterricht abwechslungsreich und gewinnbringend gestalten.

Beraten und unterstützt werden wir dabei durch das Referat Medienpädagogik des Landesinstituts Hamburg. Wir bilden pro Jahrgang jeweils zwei Smartboardexperten pro Klasse aus, die als kompetente Ansprechpartner bei Problemen mit der Technik Klasse und Lehrern hilfreich zur Seite stehen können. Wir dokumentieren und evaluieren die Entwicklungsfortschritte.